„Weise Entscheidungen sind nicht nur für die entscheidende Person vorteilhaft.“

Wie Menschen mit mehreren Optionen umgehen, wenn sie vor einer Wahl stehen, ist sehr unterschiedlich. Der eine entscheidet aus dem Bauch, die andere überlegt lang und zieht andere zur Beratung hinzu. Dominik Holzer, Doktorand am Institut für Psychologie, beschäftigt sich mit weisen Entscheidungen und fragt danach, was sie von „nur“ guten Entschlüssen unterscheidet.

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Schüler*innenbefragung zu Fremdsprachenunterricht: Spanisch favorisiert, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch hoch im Kurs

Magdalena Kaltseis und Ursula Doleschal, die beide am Institut für Slawistik der Universität Klagenfurt forschen und lehren, geben in ihrem Artikel interessante Einblicke in die Sprachpräferenzen von Kärntner Schüler*innen. Der Artikel basiert auf einer Befragung, die an fünf Kärntner Schulen durchgeführt wurde, um zu eruieren, welche Sprachen junge Menschen besonders gerne lernen würden.

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Berufsbildung in Österreich und Äthiopien: Bildungswissenschaftler*innen forschen gemeinsam

In Österreich gibt es ein sehr traditionsreiches Berufsbildungssystem mit berufsbildenden Schulen und Lehrbetrieben. Allerdings war man mit der Einführung eines Nationalen Qualifikationsrahmens, sowohl für Zwecke der Vergleichbarkeit und die Schaffung von Einstiegsmöglichkeiten in berufliche Lernprozesse in späteren Lebensphasen, verhältnismäßig zögerlich. Nach rund zehnjährigen Vorbereitungsarbeiten gibt es seit 2016 nun ein entsprechendes Gesetz. In Äthiopien implementierte man schon 2006 ein entsprechendes Modell. Gleichzeitig arbeitet man dort momentan intensiv am Auf- und Ausbau der beruflichen Bildung. In einem gemeinsamen Projekt von äthiopischen und österreichischen Bildungswissenschaftler*innen tauschen sich Expert*innen nun über die jeweiligen Systeme aus und forschen an den neuen Konzepten der Qualifikationsrahmen.

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Literatur der Kärntner Slowen*innen im Wandel: Wie kann man eine Literatur beschreiben, die sich aufmacht, zunehmend Grenzen zu überwinden?

Felix Oliver Kohl, Erwin Köstler, Andreas Leben und Dominik Srienc legen mit ihrer Monographie „Überregional, mehrsprachig, vernetzt: Die Literatur der Kärntner SlowenInnen im Wandel“ den Versuch vor, eine Literatur zu beschreiben, die beweglicher geworden ist und sich nicht mehr so klar wie bisher durch den Lebensort ihrer Autor*innen, durch die Sprache oder durch Themensetzung lokalisieren lässt.

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Weil Spieler*innen das Geschehen prägen: Videospiele sind nicht einfach in Genres einzuteilen

Videospiele gehören heute zu den wichtigsten Medienprodukten. Genreeinteilungen kennen wir aus der Film- und der Literaturbranche: Wer es gruselig mag, greift zu Horror; wer Herzerwärmendes sucht, greift zur Romantik. Beim Videospiel sei diese Genrezuordnung nicht immer so einfach zu übernehmen, konstatiert Felix Schniz, Forscher im Bereich Game Studies. Er hat kürzlich sein Buch „Genre und Videospiel. Einführung in eine unmögliche Taxonomie“ bei Springer veröffentlicht. 

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Wir und die Anderen: Wo und in welcher Form wird Differenz sichtbar?

Woher wissen wir überhaupt, dass wir ein „Wir“ sind und die Anderen anders? Wie werden solche Zuordnungen in Bildern und gesellschaftlichen Praktiken sichtbar und was machen wir daraus? Anna Schober und Brigitte Hipfl haben einen Sammelband zu diesen Fragen herausgebracht, in dem die Beziehung zu denjenigen, die wir als „Andere“ oder „Fremde“ bezeichnen, untersucht wird.

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Linguistischer Blick auf Fragen im Coaching

Fragen sind von zentraler Bedeutung in helfenden Berufen. Ein neues Projekt unter dem Titel „Questioning Sequences in Executive Coaching“ analysiert Fragepraktiken im systemisch-lösungsorientierten berufsbezogenen Coaching. Das Forschungsteam unter der Leitung von Eva-Maria Graf, das in Österreich, Deutschland und in der Schweiz arbeitet, wird unter anderem vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF finanziert.

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„Mit dem Internet haben wir neue Erzählbühnen.“

Solange es die Menschheit gibt, werden Geschichten erzählt. Während das Publikum bis in die 2000er Jahre eher beschränkt war, steht mit dem Internet nun quasi jeder und jedem die ganze Welt als potenzielle Zuhörer*innen zur Verfügung. Christina Schachtner, emeritierte Professorin am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Klagenfurt, interessiert sich in ihrer Forschung für das „Narrative Subjekt“. Ihr gleichnamiges Buch ist nun in englischer Sprache open access erschienen. Im Interview sprechen wir mit ihr über die Tragödien und Komödien, die im virtuellen Raum aufgeführt werden.

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Mehr Frust an den Universitäten: Die Motivation der Studierenden im Schatten von COVID-19

 „Distance Learning“ lautet die Devise an Österreichischen Hochschulen seit Mitte März. Der Frage, welche motivationalen und emotionalen Veränderungen für die Studierenden damit einhergehen, sind Forscher*innen der Universitäten in Innsbruck, Salzburg und Klagenfurt sowie dreier deutscher Universitäten in einer Studie mit mehr als 1800 Studierenden nachgegangen. Die Ergebnisse machen deutlich, wie sich die Umstellung von Präsenz- auf Distanzlehre negativ auf die Lernmotivation und den Kontakt zu den Lehrenden und Studierenden auswirkt.

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Neue Ergebnisse zur Kärntner Volksabstimmung 1920: Pressekonferenz stellt Forschungsergebnisse zu 100 Jahren Volksabstimmung vor

Haben gar viel mehr Kärntner Slowen*innen für den Verbleib bei Österreich gestimmt, als bisher klar war? Welche Spuren hat das Plebiszit von 1920 in den Klagenfurter Straßen(namen) hinterlassen? Wie können wir künstlerisch und wissenschaftlich den Umgang mit der Erinnerung an das Plebiszit thematisieren? Das Institut für Kulturanalyse arbeitet im Projekt „Performing Reality | Kärnten/Koroška | 1920-2020“ die bisherigen Erzählweisen zum 10. Oktober auf und präsentiert neue Perspektiven.

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