Alle News seitens der Universität Klagenfurt zum Forschungsschwerpunkt Nachhaltigkeit

Neues Projekt unterstützt Innovation für Wälder

Fast 40 Prozent der europäischen Landfläche wird von Wäldern bedeckt. Wälder übernehmen in unserem Ökosystem wichtige Aufgaben; sie sind aber in erheblichem Ausmaß von natürlichen und menschengemachten Bedrohungen betroffen. Das EU-H2020-Projekt InnoForESt möchte Innovationen für die europäischen Wälder fördern, damit diese nachhaltig zu einem guten Leben der Menschen, die in ihnen und um sie herum leben, beitragen können.

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Aktuelle Einblicke in die Soziale Ökologie: Special Issue der Zeitschrift Sustainability erschienen

Die Soziale Ökologie hat in den letzten Jahrzehnten wichtige Beiträge zur Nachhaltigkeitsforschung geleistet. Als Wissenschaft von den gesellschaftlichen Naturverhältnissen wurde sie seit den späten 1980er-Jahren entwickelt. Heute gilt dieser Ansatz, der komplexe Umweltprobleme auf krisenhafte Beziehungen zwischen Gesellschaft und Natur zurückführt, als grundlegend für eine Forschung für nachhaltige Entwicklung. Die Sonderausgabe der renommierten internationalen Fachzeitschrift „Sustainability“ gibt nun erstmals einen umfassenden Einblick in den Stand der sozial-ökologischen Forschung.

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Advanced ERC-Grant für Helmut Haberl

Die Forschungspreise des Europäischen Forschungsrats gehören zu den höchst angesehenen Förderungen, die Forscherinnen und Forscher in Europa einwerben können. An den Humanökologen Helmut Haberl (Institut für Soziale Ökologie) wurde nun ein Advanced ERC-Grant vergeben. Er ist mit knapp 2,5 Millionen Euro über 5 Jahre dotiert. Helmut Haberl wird sich mit der Rolle der Materialbestände für die Entwicklung zu einer nachhaltigen Gesellschaft beschäftigen.    

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Durstige Landwirtschaft: Übermäßige Grundwassernutzung bedroht Lebensmittelversorgung weltweit

Der Anbau international gehandelter Lebensmittel zapft immer größere Mengen an nicht-erneuerbarem Grundwasser an. Dies führt dazu, dass die Grundwasservorräte schrumpfen – die zukünftige Verfügbarkeit von Lebensmitteln und Wasser gerät damit weltweit in Gefahr, warnt ein internationales Forscherteam im Fachblatt „Nature”. Laut den Expertinnen und Experten des University College of London, des Senckenberg, der Alpen-Adria-Universität, der NASA and des International Institute for Applied Systems Analysis, ist die Menge an nicht-erneuerbarem Grundwasser, das zur Bewässerung genutzt wird, von 2000 bis 2010 um knapp ein Viertel angestiegen.

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„Die jetzigen Profiteure müssen aufhören zu profitieren“

Michael Gizicki-Neundlinger hat eine Fallstudie zur Landwirtschaft rund um das niederösterreichische Schloss Grafenegg in den 1830er Jahren durchgeführt. Das daraus gewonnene Wissen ließe sich, so der Sozialökologe, auch für eine Einschätzung der gegenwärtigen, globalen Landwirtschaft nutzen.

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Effizientere Nutzung der Wiesen kann zu erhöhter Nahrungsmittelproduktion beitragen

Nutzt man Weideflächen in einer effizienteren Weise, könnte man die globale Milch- und Fleischproduktion wesentlich erhöhen bzw. Landflächen für andere Nutzungen freigeben. Eine aktuelle Studie, die in der Zeitschrift Global Change Biology veröffentlicht wurde, zeigt auf, dass etwa 40 Prozent der natürlichen Wiesenflächen weltweit das Potenzial hätten, effizienter genutzt zu werden. Damit könnten potenziell 5 Prozent mehr Milch und 4 Prozent mehr Fleisch im Vergleich zum Jahr 2000 erzeugt werden. Setzt man nicht auf Mehrproduktion, könnte man ungefähr 2,8 Millionen Quadratkilometer Grünlandfläche anderen Zwecken widmen.

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Größere Städte, weniger Äcker: Weltweit 3-4 Prozent Produktionsverlust durch Urbanisierung bis 2030

Die Fläche der Städte wächst derzeit in vielen Gegenden der Welt schneller als die städtischen Bevölkerungszahlen. 2000 lebten 2,6 Milliarden Menschen in Städten, 2030 werden dies fünf Milliarden sein. Die von Städten überbauten Flächen werden sich im selben Zeitraum verdreifachen. Diese Mega-Stadtregionen der Zukunft werden hoch produktive landwirtschaftliche Flächen verdrängen. Eine aktuelle Studie, publiziert in PNAS, zeigt mögliche Folgen auf.

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China: CO₂-Fußabdruck von wohlhabenden Haushalten erreicht europäisches Niveau

Zwischen 2007 und 2012 ist der gesamte CO2-Fußabdruck chinesischer Haushalte um 19 Prozent gestiegen, wobei 75 Prozent dieses Anstiegs auf den gewachsenen Konsum der Mittelklasse und der Reichen zurückzuführen ist. Somit haben die obersten Einkommensgruppen das Niveau der durchschnittlichen Europäer erreicht, 2/3 der Bevölkerung bleibt allerdings auf niedrigstem Niveau. Der Wandel des chinesischen Lebensstils macht nun Interventionen der Politik nötig, um die Konsequenzen für den Klimawandel in Grenzen zu halten. Eine aktuelle Publikation in Nature Climate Change zeigt die Entwicklungen auf.

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Wie kam die bauchige Windelschnecke auf die Rote Liste der geschützten Arten?

Die Bauchige Windelschnecke ist nur wenige Millimeter groß, könnte aber potenziell Großprojekte wie Flughäfen oder Autobahnen zum Scheitern bringen. Dies verdankt sie ihrem Status als „stark gefährdet“ in Österreich und in der Schweiz, sowie als „vom Aussterben bedroht“ in Bayern. An ihrem Beispiel untersuchen nun Forscherinnen und Forscher, durch welche gesellschaftlichen und institutionellen Prozesse solche Qualifizierungen erfolgen und welche Schlussfolgerungen sich daraus für die Naturschutzarbeit ergeben.

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Globaler Ressourcenverbrauch in den letzten vier Jahrzehnten verdreifacht: UNEP-Konferenz in Wien

Um 1900 wurden weltweit ungefähr 7 Milliarden Tonnen Ressourcen jährlich der Natur entnommen, 2010 waren es schon rund 70 Milliarden Tonnen. Allein in den letzten 40 Jahren hat sich der Ressourcenverbrauch verdreifacht. Bei gleichbleibender Entwicklung werden im Jahr 2050 180 Milliarden Tonnen pro Jahr an Ressourcen verbraucht. Das UN Resource-Panel präsentiert seine Ergebnisse am 21. November 2016 im Rahmen der „Resource Conference Vienna. Prosperity without growth of natural resource use“. WissenschafterInnen des Instituts für Soziale Ökologie der Alpen-Adria-Universität haben daran mitgearbeitet.

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