Alle ad astra-Beiträge, die auf der Homepage der Universität Klagenfurt angezeigt werden

„Daten sind störrisch und schwierig.“

Katharina Kinder-Kurlanda untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf unseren Alltag. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, wie wir mit den neuen Möglichkeiten umgehen, und was wir bei der Reflektion des Neuen auch über das Alte lernen.

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Kann ein Filmverbot für Nicolas Cage Menschenleben retten?

Dass zwei korrelierende Ereignisse nicht unbedingt kausal miteinander zusammenhängen, ist eine von vielen Achillesfersen der Statistik. Heute stehen uns mehr sozioökonomische Daten denn je zur Verfügung. Damit diese von Entscheidungsträger*innen auch sinnvoll und korrekt genutzt werden können, braucht es innovative und leistungsstarke Werkzeuge für deren statistische Analyse. Gregor Kastner ist Koordinator eines FWF-Zukunftskollegs, in dem Expert*innen aus unterschiedlichen Disziplinen an solchen neuen Instrumenten arbeiten.

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Systeme in Echtzeit steuern

Die Zukunft des Straßenverkehrs liegt im stressfreien Fahren von A nach B. Mittels Technik können wir Staugefahr vermeiden und flexibel auf Unfälle und Baustellen reagieren. Künstliche Intelligenz auf Basis von Logiksystemen steuert solche Verkehrsleitsysteme, Produktionsanlagen oder die Bahnlogistik. In einem Forschungsprojekt mit Siemens AG Österreich wurden neue Ansätze entwickelt, die ein schnelles Reagieren auf neue Situationen ermöglichen.

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Im Kosmos von Michaela Szölgyenyi

Mein Kosmos ist eindeutig der Wörthersee. Das Strandbad ist nur fünf Minuten von der Universität entfernt, und ich schwimme, solange es von den Temperaturen möglich ist, täglich vom Südsteg aus eine Runde. Besser kurz geschwommen, als gar nicht geschwommen! So wie andere Leute eine Kaffeepause machen, gehe ich in eine Schwimmpause, meist gemeinsam mit zwei Kolleg*innen. Für mich ist das die ideale Unterbrechung, um den Kopf frei zu kriegen. Ich habe erst mit meinem Umzug 2018 hierher begriffen, dass ich ein totaler Wassermensch bin. Schon als Kind habe ich meine Ferien am Attersee verbracht; ich lernte vom Großvater Segeln und schnorchelte oft stundenlang. Heute schwimme ich nur noch über Wasser. Im Winter zieht es mich zum Schnee in die Kärntner Berge, hier habe ich das Skitourengehen erlernt. Im nächsten Sommer steht Windsurfen am Plan.

Einen Nachteil hat der Wörthersee schon: Hier geht kein Wind – zumindest im Vergleich zum Attersee. Die Freiheit beim Segeln ist ähnlich wie beim Reiten. Das ist pure Freiheit. Noch besitze ich kein Boot, die Rüstkosten dafür sind zu hoch. Man weiß aber nie, was die Zukunft noch bringen wird. Jedenfalls möchte ich nicht künstlich einen Mangel erzeugen, sondern danach leben, was mir die aktuelle Situation erlaubt. Entscheidungsfreudig bin ich genug; alles frei laufen zu lassen, würde nicht zu mir passen.

Andere Dinge kann ich weniger gut. Etwa das Einrichten und Dekorieren einer Wohnung. Das Ergebnis fällt dann sehr linear und aufgeräumt aus. In anderen Wohnungen gefällt mir das Nichtlineare. Ich bestehe nur auf eines: auf meine Grünlilien und ein großes Vollholzregal für die vielen Bücher. Ich lese gerne – und lieber dicke Romane in Hardcover als Kurzgeschichten. Das beste Buch im letzten Sommer war für mich „Sechzehn Wörter“ der Bachmann-Preisträgerin Nava Ebrahimi.

Beruflich bin ich gut ausgelastet mit Forschung, Lehre und mit der Administration des FWF-Doktorand*innenkollegs Multiple Perspectives in Optimization. Von den 14 jungen Forschenden sind zehn Frauen. Das freut mich natürlich besonders. Die Benachteiligung von Frauen und andere Ungerechtigkeiten ärgern mich nämlich ungemein. Das war schon in der Schule so, damals habe ich bei Ungerechtigkeiten aufgemuckt und bin für andere eingestanden.

Der Spirit, den diese jungen Leute an die Institute für Statistik und Mathematik bringen, ist großartig und belebend. Die zuletzt spürbare coronabedingte Stille auf dem Campus widerspricht seinem ursächlichen Wesen als Ort der Begegnung. Ich bin zwar froh, dass derzeit internationale Konferenzen zumindest virtuell erfolgen können und diese unökologischen und anstrengenden Reisen in Zukunft weniger sein werden, dennoch halte ich den persönlichen Kontakt zu anderen Forschenden für essenziell.

Ich mag es, unter Menschen zu sein und mit ihnen zu lachen. Ich habe nichts davon, wenn ich lange eingeschnappt bin. Humor, Sarkasmus und Die Tagespresse halten mich bei Laune. Nur bei der realen Politik vergeht mir manchmal der Humor.

Musik spielt für mich eine ähnlich große Rolle wie das Wasser. Ich höre oft und gern Musik, auch bei der Arbeit mit Kopfhörern, vorwiegend Rockmusik der 1980er – die Rolling Stones, Guns n’ Roses, Solid Gold. Das Spotify Recommender System muss aber noch verbessert werden, damit es meinen Geschmack ganz trifft. Beim Musikhorchen lässt sich gut nachdenken. Ins Narrenkastl schauen kann ich auch sehr gut. Ja, und Nichtstun kann ich vortrefflich.

Aufzeichnung: Barbara Maier

Zur Person



Geboren: 1988 in Linz an der Donau

Beruf: Professorin für Stochastische Prozesse und Institutsvorständin, Institut für Statistik

Ausbildung: Masterstudien Industriemathematik und Volkswirtschaftslehre sowie Doktorat in Mathematik an der JKU Linz, Postdoc an der WU Wien und der ETH Zürich

Kosmos: Strandbad Klagenfurt, 12. Oktober 2021

Über das Budget zur Gleichstellung?

Geschlechtergerechtigkeit ist eines der 17 UNO-Ziele, die Ungleichheiten auf der Welt reduzieren sollen. Es gibt viele Wege, um die Gleichstellung der Geschlechter voranzutreiben, einer davon, nämlich Gender Budgeting, soll über das öffentliche Haushaltswesen führen. Wie verbreitet Gender Budgeting in Österreich tatsächlich ist, untersucht Birgit Moser-Plautz (Institut für Öffentliche Betriebswirtschaftslehre) in einem aktuellen Projekt.  Weiterlesen

„Das Klimathema muss wieder auf die oberste Stufe der Prioritätenliste!“

Eine Pandemie hält die Welt in Schach und (über)fordert die Kräfte von Gemeinschaft, Wirtschaft und Politik. Auch die der Wissenschaft? Wie bekommt man gleichzeitig das globale Problem des Klimawandels in den Griff? ad astra hat mit der Kulturwissenschaftlerin Alexandra Schwell über die Entwicklung von Gesellschaften und ihren Paradoxien, die Aufgabe der Politik und dem Witz in Krisenzeiten gesprochen. 

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„Eine Entscheidung könnte immer auch falsch sein.“

Die Pandemie stellt unsere Gesellschaft vor schwierige Fragen, über die zu entscheiden ist: Welches Leben ist mit welchem Aufwand zu schützen? Wie sehr kann man die Freiheit des Einzelnen einschränken? Und kann man jemanden zu seinem (Impf-)Glück zwingen? Wir haben mit dem Philosophen Martin Weiss über Entscheidungen und Ethik gesprochen.

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Linguistischer Blick auf Fragen im Coaching

Fragen sind von zentraler Bedeutung in helfenden Berufen. Ein Forschungsteam unter der Leitung der Linguistin Eva-Maria Graf möchte nun den Typen und Funktionen von Fragen im Coaching nachgehen.

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Wenn Roboter Chirurg*innen unterstützen

Robotersysteme sind heute nur Assistenten zum Halten und Zielen von Operationswerkzeugen. Ein Forschungsteam rund um Jan Steinbrener und Stephan Weiss an der Universität Klagenfurt möchte nun an neuen technologischen Möglichkeiten arbeiten, die die Chirurg*in bei ihrer Arbeit unterstützen sollen.

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Warum gibt es Mathematikunterricht?


Die Mathematik ist eines der ältesten Schulfächer überhaupt, weshalb sich für viele die Frage nach ihrer Daseinsberechtigung nicht stellt. Aber wofür lernen wir Algebra und Differentialgleichungen eigentlich? ad astra hat bei David Kollosche, Vorstand des Instituts für Didaktik der Mathematik, nachgefragt.

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