Einträge von Forschungskommunikation

Mehr (offene) Fakten für alle: Neue Open-Access-Zeitschrift „Journal of Mechanism and Institution Design“ erschienen

Forschung an öffentlichen Universitäten wird zum Großteil durch öffentliche Gelder finanziert: Wissen ist also öffentliches Gut und sollte daher auch öffentlich zugänglich sein. Traditionellerweise werden Forschungsergebnisse in wissenschaftlichen Fachjournalen publiziert, die für die Karrierewege von ForscherInnen von Schlüsselbedeutung sind. Diese Journals werden meist noch von großen Verlagen herausgegeben, deren Geschäftsmodell vorsieht, Einnahmen von öffentlichen Bibliotheken und Wissenschaftsbetrieben zu lukrieren. Dies, obwohl erstens fast alle publizierten Artikel von großteils öffentlich unterstützten ForscherInnen stammen und zweitens ebenso überwiegend öffentlich bezahlte ForscherInnen zur Auswahl und Begutachtung der Artikel herangezogen werden. Diese Arbeiten werden als Teil der reputierlichen akademischen Tätigkeit fast immer unbezahlt durchgeführt. Dagegen entwickelt sich in den letzten Jahren immer stärker der Trend zu „open access“: Entweder werden herkömmliche Zeitschriftenbeiträge aus den Autorenverträgen „freigekauft“ und öffentlich zugänglich publiziert (green road) oder Beiträge erscheinen in eigens gegründeten Zeitschriften, die sich dem offenen Zugang verschrieben haben (gold road). Für die Wirtschaftswissenschaften entstehen nun erste solche Open-Access-Journals nach der „gold road“, eines davon ist das kürzlich initiierte „Journal of Mechanism and Institution Design“.

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Neue Technologie soll Interferenz in kabellosen Netzwerken vorhersagen

Wenn zwei MusikerInnen gleichzeitig in derselben Konzerthalle spielen, wird dies weder gut klingen noch wird jemand deren Texte verstehen. Ähnlich verhält es sich, wenn sehr viele Daten zwischen Sensorknoten ausgetauscht werden. Mahin Atiq versucht, die dabei entstehende Interferenz in kabellosen Netzwerken vorherzusagen.

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Alpen-Adria-Universität übernimmt Lead in der Helix „Society“ in Vision2020

Vision2020 ist eine Innovationsplattform für Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die an Horizon2020, dem größten europäischen transnationalen Programm für Forschung und Innovation, interessiert sind. Die Alpen-Adria-Universität übernimmt nun die Koordination des Themenbereichs „Society“.

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Kleiner & leichter: Gedruckte Sensoren für Spektrometer

Man stelle sich eine kilometerlange Pipeline vor, die ein Leck hat. Herkömmlicherweise bedeutet dies viele Kilometer Fußmarsch für jemanden, der das Loch suchen soll. Idealerweise könnte dieses Fahnden nach der Austrittsstelle von Methanol auch eine Drohne übernehmen, auf der ein Spektrometer montiert ist, das darauf spezialisiert ist, chemische Proben zu analysieren. Existierende Geräte sind noch viel zu schwer dafür; die Drohne würde also bald aufgeben müssen. Lisa-Marie Faller arbeitet an einer Technologie, mit der man das aufgesetzte Spektrometer viel kleiner und damit auch für Einsätze wie diese verwendbar machen könnte. Für ihre Arbeit wurde die Doktorandin im April mit dem Best Paper Award bei der IEEE-Konferenz EuroSimE in Dresden ausgezeichnet.

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Supermarkt-Heimzustellung um 10 Prozent effizienter

Zustellservices von Supermarktketten sind auf der Überholspur, scheint es doch für den Endkunden oder die Endkundin praktisch, sich den Einkauf für den täglichen Bedarf in einem bestimmten Zeitfenster nach Hause liefern zu lassen. Für die Handelsketten steckt hinter dem Online-Handel aber ein großer logistischer Aufwand, bei dem es viel zu verlieren, aber auch zu gewinnen gibt. Ein Team von MathematikerInnen an der Alpen-Adria-Universität rund um den Optimierungs-Experten Philipp Hungerländer konnte nun die Effizienz der Auslieferungsrouten für eine globale Handelsmarke in England um 10 Prozent steigern. Und verhalf dem Konzern damit zu einer Kostenreduktion von mehreren Millionen Euro pro Jahr.

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„Das Spiel ist der Modus unserer Zeit“

Egal wo wir uns heute in der Welt umschauen, es scheint alles spielerischer zu werden, so die Einschätzung des Literaturwissenschaftlers und Games-Forschers Felix Schniz, der als Doktorand und Universitätsassistent am Institut für Anglistik und Amerikanistik tätig ist. Er beschäftigt sich in seiner Arbeit mit Erfahrungen, die man im Videospiel sammeln kann.

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Neue Lernplattform für das Schreiben in einer Fremdsprache

Geht es darum, in einer Fremdsprache eine Bewerbung, ein Reklamationsschreiben oder einen Leserbrief zu verfassen, kommt bei vielen Unbehagen auf. Eine neu entwickelte Lernplattform mit dem Titel „Wrilab2“ soll dem nun mit speziell entwickelten Übungsprogrammen für das Schreiben in den Fremdsprachen Tschechisch, Deutsch, Italienisch und Slowenisch Abhilfe schaffen. Unterstützt wurde das Projekt von der Europäischen Kommission (Lifelong Learning Programme).

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Vom Aufkommen der Urteilskraft: Neue Forschungsplattform zu „Judgment“

In der Frühen Neuzeit (1450/1500-1800) kam dem Begriff des Urteils bzw. der Urteilskraft eine neue Bedeutung zu: Es wurden unterschiedliche Praktiken des Urteilens geprägt und eine Kultur des Urteilens geschaffen, die bis heute ein wesentliches Merkmal aufgeklärter Gesellschaften ist. Ziel einer neuen fach- und institutionenübergreifenden Kooperation ist es nun, diesen Begriff und seine wichtige Rolle für die Ausprägung moderner Gesellschaften, die sich Werten der Toleranz und der Wertschätzung von Wissen verpflichten, zu untersuchen. Als erste öffentliche Veranstaltung findet am 2. Mai 2017 die Podiumsdiskussion „500 Jahre Reformation – und kein Ende. Eine Spurensuche in Kärnten“ an der Alpen-Adria-Universität statt.

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