Einträge von Forschungskommunikation

Kindeswohl gemeinsam sichern – eine Herausforderung in der Arbeit mit psychisch erkrankten Eltern

„Verwahrlosung beginnt nicht, wenn sie in Erscheinung tritt.“ Zu dieser Erkenntnis kam der Pädagoge und Psychoanalytiker August Aichhorn schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Eine Studie von Ulrike Loch, zu der nun eine Buchpublikation in zweiter Auflage erschienen ist, kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Sie hat sich mit der Situation von Kindern psychisch erkrankter Eltern in Deutschland und Österreich beschäftigt.

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Globale Steuergerechtigkeit: Risiken für Konzerne

Konzerne verlagern ihre Unternehmensgewinne häufig in jene Länder, in denen die geringste Steuerbelastung entsteht, und das nicht immer auf legalem Wege. Die Doktorandin Tamara Karlovsky bemüht sich in ihrer Dissertation darum, die straf- und haftungsrechtlichen Konsequenzen zu klären.

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Das Haar in der Suppe: Wie ansteckend ist Ärger?

Wird einem im Restaurant eine Suppe mit Haar serviert, kann man sich schon mal ärgern. Christina-Franca Berger untersucht in ihrer Dissertation, wie sich Koalitionen unter Verärgerten am selben Tisch bilden. Ihre Fragestellung wird sie im Juni im Rahmen der Konferenz „Service Frontiers“ in New York vorstellen.

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Advanced ERC-Grant für Helmut Haberl

Die Forschungspreise des Europäischen Forschungsrats gehören zu den höchst angesehenen Förderungen, die Forscherinnen und Forscher in Europa einwerben können. An den Humanökologen Helmut Haberl (Institut für Soziale Ökologie) wurde nun ein Advanced ERC-Grant vergeben. Er ist mit knapp 2,5 Millionen Euro über 5 Jahre dotiert. Helmut Haberl wird sich mit der Rolle der Materialbestände für die Entwicklung zu einer nachhaltigen Gesellschaft beschäftigen.    

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Unter der Spitze des Eisbergs: Tagung zur Textgenese in der digitalen Edition

In den Bücherregalen und E-Book-Readern warten fertige literarische Texte auf ihre Leserinnen und Leser. Durchschnittlich sind es rund 60.000 Wörter, die die Spitze des Eisbergs der literarischen Erzählung bilden und veröffentlicht werden. Die Literaturwissenschaftlerin und Leiterin des Musil-Instituts in Klagenfurt, Anke Bosse, geht aber davon aus, dass insgesamt rund das 10- bis 20-fache an Material entsteht, bis SchriftstellerInnen daraus ihre veröffentlichten Werke fertigstellen. Diese ‚Take-Offs‘ sind bisher nur in komplexen Bucheditionen veröffentlicht. Die Editionswissenschaft bedient sich nun aber immer stärker des Online-Raums, um die Textgenese auch einem breiten Publikum open access zugänglich zu machen. Zu aktuellen Ansätzen dieser Arbeit findet von 20. bis 22. April 2017 nun in Klagenfurt eine internationale Tagung statt. 

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„Gutes Sterben“: Forschungsprojekt holt die Perspektive der Betroffenen ein

In den letzten drei Jahrzehnten hat in Österreich die öffentliche Diskussion zu Fragen um die Betreuung Sterbender und um den gesellschaftlichen Umgang mit dem Tod zunehmend an Bedeutung gewonnen. Gefördert vom Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank erhebt und analysiert nun ein Forschungsteam die Perspektive der Betroffenen und deren Angehörigen.

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Durstige Landwirtschaft: Übermäßige Grundwassernutzung bedroht Lebensmittelversorgung weltweit

Der Anbau international gehandelter Lebensmittel zapft immer größere Mengen an nicht-erneuerbarem Grundwasser an. Dies führt dazu, dass die Grundwasservorräte schrumpfen – die zukünftige Verfügbarkeit von Lebensmitteln und Wasser gerät damit weltweit in Gefahr, warnt ein internationales Forscherteam im Fachblatt „Nature”. Laut den Expertinnen und Experten des University College of London, des Senckenberg, der Alpen-Adria-Universität, der NASA and des International Institute for Applied Systems Analysis, ist die Menge an nicht-erneuerbarem Grundwasser, das zur Bewässerung genutzt wird, von 2000 bis 2010 um knapp ein Viertel angestiegen.

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„Die jetzigen Profiteure müssen aufhören zu profitieren“

Michael Gizicki-Neundlinger hat eine Fallstudie zur Landwirtschaft rund um das niederösterreichische Schloss Grafenegg in den 1830er Jahren durchgeführt. Das daraus gewonnene Wissen ließe sich, so der Sozialökologe, auch für eine Einschätzung der gegenwärtigen, globalen Landwirtschaft nutzen.

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