Aktuelle Ausstellung in der Leihstelle: David Grossman & Aharon Appelfeld

Die Vitrine für den Monat August präsentiert eine Werkauswahl von:

David Grossman, ausgezeichnet mit dem Man-Booker-Literaturpreis 2017 für den Roman: “Kommt ein Pferd in die Bar“

und

Aharon Appelfeld

“Aharon Appelfeld ist umsichtig, mit sich und mit uns. Er berichtet nicht aus der Zeit im “Lager“, er fürchtet sich vor jedem falschen Wort. “Ein tiefes Erlebnis lässt sich leicht verfälschen.“ (…) Aharon Appelfeld ist ohne Attitüde. Er zweifelt, er ist verzweifelt, er klagt nicht, er sieht die Menschen, wie sie sind, verstanden fühlte er sich wie so viele seiner Generation bei Kafka und in Camus’ Existenzialismus. Seine Sprache ist einfach und eindringlich. Appelfeld will seine Lebensgeschichte nicht in “Kunst“ verwandeln. Er stellt sich als eine verschwiegene Person vor, die sich bis ins Alter auf dem elterlichen Gefühlsboden abstützt. Die Geschichte eines Lebens ist unsentimental und erschütternd, aufrichtig wie Moses Aufschrei in Schönbergs Oper Moses und Aron: “Oh Wort, du Wort, das mir fehlt.“

Aus: Verena Auffermann, Ich verzweifle, also schreibe ich. 20.1.2005, http://www.zeit.de/2005/04/L-Appelfeld.