100.000 EinwohnerInnen – 100.000 Blickwinkel

Von der New Yorker Idee inspiriert, gründeten Gerald Pernusch und Lisa Stöckl die Portraitreihe Klagenfurt – this is us und stellen einmal pro Woche ein Gesicht der Landeshauptstadt Klagenfurt vor. Der Oberösterreicher und die Tirolerin sind nach Kärnten gezogen und haben sich in die Landeshauptstadt verliebt. Wir haben sie für ein Gespräch getroffen und zu ihrem Projekt und Unialltag befragt.

Was ist Klagenfurt- this is us?

Gerald: Klagenfurt – this is us ist ein Social Media-Blog auf Facebook und Instagram. Wir posten einmal wöchentlich eine Geschichte einer Klagenfurterin oder eines Klagenfurters.

Lisa: Klagenfurt – this is us ist ein Uniprojekt. Damit wollen wir verschiedenste KlagenfurterInnen porträtieren, mit ihnen ins Gespräch kommen und etwas über sie und ihre Beziehung zu Klagenfurt kennen lernen.

 Wie kam es zum Projekt?

Gerald: Im Zuge der Lehrveranstaltung „Journalistisches Praktikum“ bei Herrn Uwe Sommersguter  haben wir das Social Media Projekt Klagenfurt – this is us gestartet. Hauptziel unseres Projekts ist es die Stadtgemeinschaft zu stärken und unterschiedliche Perspektiven Klagenfurts aufzuzeigen. Dazu interviewen wir Personen und teilen wöchentlich eine Geschichte auf unserer Facebookseite. Uns interessiert, was Menschen mit ihrer Heimatstadt verbindet. Dabei ist uns Diversität besonders wichtig. Jede Berufssparte und Personen aller Altersklassen haben etwas zu erzählen und wir freuen uns über alle, die bei dem Projekt mitwirken zukünftig noch möchten.

Lisa: Uns gefallen die kuriosen und bunten Geschichten der Menschen in Klagenfurt und wir wollen ihre Blickwinkel mit unseren LeserInnen teilen.

Wie kommt ihr auf die Personen die ihr portraitiert?
Gerald: Anfangs haben wir Leute auf der Straße angesprochen und sie nach ihren Geschichten gefragt. Inzwischen recherchieren wir viel auf Instagram oder Facebook, halten Augen und Ohren offen und bekommen Tipps von Followern und Freunden.

Lisa: Es kommt aber schon auch vor, dass uns Leute uns direkt schreiben und an einem Interview interessiert wären. Das freut uns natürlich sehr!

Was ist euer Blickwinkel auf die Stadt und ihre BewohnerInnen?

Gerald: Die vergleichsmäßig kleine Stadt bietet doch sehr viel mehr als man annimmt. In den unterschiedlichen Sparten von Kultur bis Sport, von Mode bis Gastronomie, und etliches mehr. Dass ich die BewohnerInnen aufgrund unseres Projekts näher kennen lernen darf, macht mir irrsinnigen Spaß. Wenn mir fremde Personen gegenübersitzen und deren Geschichte erzählen, bereitet mir das jedes Mal aufs Neue Freude. Das sind Momente die mich bewegen und auch meinen Blickwinkel auf die Stadt seit Projektbeginn geändert und geweitet haben.

Lisa: Dadurch, dass ich nicht aus Klagenfurt bin, finde ich es so spannend, die Stadt in der wir studieren auf eine ganz eigene Weise kennen zu lernen. Durch die Geschichten unserer InterviewpartnerInnen.

Das klingt nach viel Spaß, aber auch nach viel Arbeit. Wie lässt sich das mit dem Studium vereinbaren?

Gerald: Wir versuchen uns die Arbeit aufzuteilen, gemeinsam funktioniert das. Wir sind ein sehr gutes Team, indem die Arbeit Spaß macht!

Lisa: Es ist nicht einfach ein Praktikum, die Uni und das Projekt unter einen Hut zu bekommen, aber man schafft es dann doch. Das Tolle dabei ist, dass man nicht auf sich allein gestellt ist, sondern einen Projektpartner hat auf den man sich verlassen kann.

 Wieso AAU? Würdet ihr wieder an der AAU studieren?

Gerald: Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt hat den perfekten Standort kombiniert mit der optimalen Größe! Besonders das Sommersemester gibt der AAU ein besonderes Flair. Ich würde sofort wieder an der AAU studieren.

Lisa: Ich wollte in die Nähe meines Freundes ziehen und gleichzeitig etwas Neues lernen. Dann kommt noch das Studienangebot dazu. Ich wollte etwas studieren, das mir richtig gut gefällt, hinter dem in zu 100 % stehe und von dem ich auch gute Jobaussichten habe.

Was würdet ihr StudienanfängerInnen oder Studierenden raten?

Gerald: Nutzt das große Veranstaltungsangebot der Uni und der ÖH. Geht auf die Uni Partys, lernt neue Leute kennen, redet, tanzt und vor allem HABT SPASS!!

Lisa: Man sollte sich nicht von anderen Studierenden stressen lassen. Jeder hat sein eigenes Tempo und legt in jedem Semester seinen Schwerpunkt auf etwas Anderes. Wenn ich nochmal anfangen würde, würde ich wahrscheinlich auf mehr Party’s gehen

WORDRAP

Ein glücklicher AAU-Moment ist…

Gerald: … jeden Morgen der Kaffee am Weg zu den Lehrveranstaltungen.

Lisa: … beziehungsweise war, als ich die erste Prüfung geschrieben habe und endlich gemerkt habe, dass das Studium nichts mit der Schule gemeinsam hat und ich keine Angst mehr vor den Prüfungen haben muss. Das hat mich glaub ich davon abgehalten gleich nach der Schule zu studieren.

Wenn ich an mein Studium denke, denke ich an…

Gerald: … die unglaubliche Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit aller Personen. Besonders im MK-Institut.

Lisa: … ein äußerst abwechslungsreiches und vielseitiges Studium, dessen Wahl ich bis heute nicht bereue.

Was mir an der Uni in Klagenfurt gefällt ist…

Gerald :… das breite Spektrum an Lehrveranstaltungen, die Personen und die schöne Lage.

Lisa: … definitiv die Nähe zum Wörthersee. Wenn man mal Zeit zwischen den Vorlesungen und Kursen hat, kann man beim Spazieren gehen wieder Kraft und Energie für die anstehenden Kurse sammeln.