• INFORMATIONEN ZUR COVID-19-IMPFUNG

    Header Covd19-Impfung: Hintergrund magenta mit weißen und blauen Spritzen

Warum sollte ich mich gegen COVID-19 impfen lassen?

Ganz einfach: Wir wollen Sie/Dich zurück an der Uni haben. Wir wollen Forschung und Lehre wieder im gewohnten Umfeld und in Präsenz gestalten. Wir wollen wieder volle Hörsäle und Leben am Campus. Dies ist nur möglich, wenn möglichst viele sich und andere durch eine COVID-19-Impfung schützen. Eine Impfung gegen COVID-19 trägt sowohl zum individuellen Schutz als auch zur Eindämmung der Pandemie bei.

Die in der EU zugelassenen Impfstoffe waren in der klinischen Erprobung sehr effektiv. Die Studiendaten zeigten, dass die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, bei den COVID-19-geimpften Teilnehmer*innen um 95% bzw. 94% geringer war als bei den Placebo-geimpften Teilnehmer*innen. Das bedeutet, dass eine gegen COVID-19 geimpfte Person nach einem Kontakt mit SARS-CoV-2 mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken wird.

Effektive und sichere Impfungen können einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten und werden es ermöglichen, Kontaktbeschränkungen mittelfristig zu lockern. Zunächst muss jedoch ein Großteil der Bevölkerung eine Immunität gegen das Virus entwickelt haben. Durch die Impfung wird eine relevante Bevölkerungsimmunität ausgebildet und das Risiko schwerer COVID-19 Erkrankungen sehr stark reduziert.

Inzwischen sollte genügend Impfstoff auch für Ihre Altersgruppe bereitstehen. Wir bitten Sie dringendst, über den Sommer von den Impfangeboten ihrer Bundesländer bzw. ihrer Hausärzt*innen Gebrauch zu machen. Wenn Sie vollständig geimpft im Oktober an den Campus zurückkehren, ist das eine Win-Win-Situation für alle – damit schützen Sie sich und andere. Außerdem ermöglichen Sie uns damit die Durchführung eines annähernd „normalen“ Wintersemesters in weitgehender Präsenz. Je mehr Menschen im Oktober bei der Rückkehr an den Campus vollständig geimpft sind, umso besser wird das Semester verlaufen. Sie haben es selbst in der Hand – helfen Sie uns dabei.

Wie sicher sind die neuen COVID-19-Impfstoffe?

Ein Impfstoff wird erst nach ausreichender Überprüfung auf den Markt gebracht (präklinische und klinische Phase, Zulassungsprüfung, Auflagen der Zulassungsbehörden und Marktzulassung, Nachzulassungsbeobachtung). Nach seiner Marktzulassung erfolgt eine ständige Kontrolle („Surveillance“) zur Erfassung von Wirksamkeit und möglichen Nebenwirkungen. Durch die Zusammenfassung von nationalen und internationalen Beobachtungen kann sichergestellt werden, dass auch Risiken von Impfstoffen erfasst werden, die so selten sind, dass sie erst bei einer sehr großen Anzahl durchgeführter Impfungen sichtbar werden.

Auch bei einem neuen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 ist es möglich, dass sehr seltene Nebenwirkungen (sehr selten heißt z.B. 1 Fall auf > 10.000 Geimpfte) erst im Verlauf der Surveillance erfasst werden. Sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) haben angekündigt, den Zulassungsprozess aufgrund der Dringlichkeit in einzelnen Punkten zu vereinfachen. Dabei bleibt die Sicherheit der Impfstoffe jedoch oberste Priorität.

…und war da nicht etwas mit einem Mikrochip? NEIN!!!!!!!! Solche Annahmen sind Verschwörungsmythen, nichts anderes. Die Forschung am COVID-19-Impfstoff wird von Wissenschaftler*innen durchgeführt. Ihr Ziel ist die Entwicklung eines guten Schutzimpfstoffes gegen COVID-19.

Welche COVID-19-Impfstoffe gibt es?

Informationen zu mRNA-Impfstoffen
(z. B. BioNtech/Pfizer und Moderna):

mRNA-Impfstoffe enthalten Genabschnitte des SARS-CoV-2-Virus in Form von messenger-RNA (kurz mRNA), die auch als Boten-RNA bezeichnet wird. Dadurch werden nach der Impfung in Körperzellen Proteine hergestellt, die dann das Immunsystem zu einer gezielten Antikörperbildung gegen SARS-CoV-2 und einer zellulären Abwehr gegen SARS-CoV-2-infizierte Zellen anregen und so eine Immunreaktion erzeugen. Eine Immunreaktion anregende Proteine werden als Antigene bezeichnet.

…verändert die Impfung unter Umständen mein Erbgut? NEIN!!!!! mRNA ist nicht DNA. mRNA regt lediglich das Immunsystem zu einer gezielten Antikörperbildung an. Die mRNA der Impfstoffe wird nach kurzer Zeit von den Zellen abgebaut. Sie wird nicht in DNA umgebaut und hat keinen Einfluss auf die menschliche DNA, weder in Körperzellen noch in Keimbahnzellen. Nach dem Abbau der mRNA findet keine weitere Produktion des Antigens statt.

Informationen zu vektorbasierten
Impfstoffen (z. B. AstraZeneca, Johnson & Johnson)

Vektorbasierte Impfstoffe bestehen aus für den Menschen harmlosen Viren, die gentechnisch so verändert sind, dass sie in ihrem Genom die genetische Sequenz mit dem Bauplan für einen oder mehrere Bestandteile des Erregers (Antigen) enthalten. Die COVID-19-Vektorimpfstoffkandidaten enthalten ungefährliche, gut untersuchte Trägerviren, in deren Genom ein Gen eingebaut wurde, das den Bauplan für das SARS-CoV-2-Oberflächenprotein, das Spikeprotein, enthält. In den Zellen wird die Erbinformation auf dem Gen ausgelesen und in Protein „übersetzt“. Die Vektorviren dienen somit als „Genfähre“ für das Spikeprotein-Gen. Das ausgehend von dem übertragenen Gen gebildete Spikeprotein regt als Antigen das Immunsystem des Körpers dazu an, Antikörper gegen SARS-CoV-2 zu produzieren (humorale Immunantwort). Zudem kann eine T-Zell-Antwort (CD4, CD8) ausgelöst werden (zelluläre Immunantwort).

Lass dich impfen.

Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen wurden nach einer COVID-19-Impfung beobachtet?

Wie bei jeder Impfung können auch nach der COVID-19-Impfung Impfreaktionen und Nebenwirkungen auftreten. Impfreaktionen treten in der Regel kurz nach der Impfung auf und halten wenige Tage an. Die häufigste lokale Reaktion waren Schmerzen an der Einstichstelle. Unter den systemischen Reaktionen waren Abgeschlagenheit sowie Kopfschmerzen die häufigsten Ereignisse. Fieber trat nach der ersten Impfdosis seltener als nach der zweiten Impfdosis auf.

Soll ich mich impfen lassen, auch wenn ich jung bin?

Darauf gibt es eine ganz einfache Antwort: ja. Auch jüngere Menschen können an schweren COVID-Verläufen erkranken. Das ist zwar seltener, aber durchaus möglich. Außerdem werden wir nur zu unserem (Universitäts-)Alltag zurückkehren können, wenn genügend Menschen geimpft sind. Eine Impfung gegen COVID-19 trägt sowohl zum individuellen Schutz als auch zur Eindämmung der Pandemie bei.

Die Impfung wird einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten und wird es ermöglichen, Kontaktbeschränkungen mittelfristig zu lockern. Zunächst muss jedoch ein Großteil der Bevölkerung eine Immunität gegen das Virus entwickelt haben. Durch die Impfung wird eine relevante Bevölkerungsimmunität ausgebildet und das Risiko schwerer COVID-19 Erkrankungen sehr stark reduziert.

Wo und wie kann ich mich impfen lassen?

Auf dieser Impfplattform des Landes Kärnten kann man sich freiwillig zur Corona-Impfung vormerken: https://www.kaernten-impft.ktn.gv.at

Hier finden Sie die Anmeldemöglichkeiten für die Corona Schutzimpfung in Ihrem Bundesland:

In Bayern können Sie sich hier zur Impfung anmelden: https://impfzentren.bayern/

Einen Überblick über die Impfzentren in den deutschen Bundesländern finden Sie hier: https://www.aponet.de/artikel/corona-impfung-die-wichtigsten-antworten-zum-ablauf-22320

WICHTIGER HINWEIS FÜR INTERNATIONALE STUDIERENDE

Derzeit ist die Regelung, dass nur Personen, die mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff geimpft sind, tatsächlich als geimpft gelten. Bitte lassen Sie sich also in Österreich impfen, bevor Sie z. B. über den Sommer in Ihr Herkunftsland heimreisen – und vergessen Sie den Termin zur Zweitimpfung nicht.

Wo kann ich mich informieren?

Impf-Informationen des Landes Kärnten: https://coronainfo.ktn.gv.at/

Corona-Schutzimpfung in Österreich, Dashboard: https://info.gesundheitsministerium.at/

Initiative „Österreich impft.“: www.österreich-impft.at

Und für jene, die sich gerne über Youtube informieren: Videos des Robert-Koch-Instituts

Wirkweise und potentielle Risiken der mRNA-Impfstoffe gegen COVID 19:

Warum die RNA-Impfung dein Erbgut nicht verändert:

Corona-Impfung
Langzeitfolgen:

Wer mehr Zeit aufwenden möchte:

Florian Krammer (Icahn School of Medicine at Mount Sinai, NY, USA) erklärt SARS-CoV-2, Immunität und Impfstoffe: